Stresstest auf Schalke

Das nächste Auswärtsspiel steht an. Bis her hat es in der Rückrunde – in Leipzig und Wolfsburg – zwei Niederlagen gesetzt, beide Male knapp genug: mal mehr, mal weniger verdient. Drum wäre es schön, das sich anbahnende Muster zu brechen und Schalke 04 einfach zu schlagen.

Ganz so einfach wird das aber nicht gelingen, für beide Teams kommt die Partie einem Stresstest gleich, in jeweils sehr verschiedener Hinsicht. Für die Gastgeber gilt es erstens, den internationalen Antritt unter der Woche zu verdauen – obwohl die Knappen dabei nicht grad viele Körner gelassen haben. Zweitens haben sie die Hinrunden-Niederlage in Sinsheim nicht vergessen und würden drittens gar zu gern wenigstens erfolgreichen Rückrunden-Fußball spielen, weil sie das nach der grob misslungenen Hinrunde vielleicht doch noch in die Nähe zu den ersehnten internationalen Rängen bringen würde.

Für unsere Mannschaft und ihre so viel bessere Tabellensituation bietet die Partie ebenfalls einiges Stresspotential. Bloß nicht schon wieder auswärts verlieren! An die gute Hinrunde anknüpfen! Nur keine Schönspielerei! So in etwa wird es in den Köpfen aussehen. Und es ist ja wirklich die Frage, wie unsere Mannschaft im Wettbewerb mit wiedererstarkten Schalkern zurechtkommen wird – und wie mit sich selbst. Denn die vielen großartigen Ansätze im Team müssten, damit es eine insgesamt tolle Saison wird, auf Schalke nochmal mehr abgerufen werden!

An Grundnervosität wird es beiden Teams also nicht mangeln. An Spielfreude eigentlich auch nicht, so dass wir uns in jedem Fall auf ein gutes und spannendes Spiel freuen dürfen. Mit Burgstaller haben sich die Knappen im Winter offensiv gut verstärkt – aber wir haben ja offensiv auch einiges zu bieten. Unklar ist noch, ob Uth wieder mitspielen kann. Auf der Gegenseite ist Naldo fraglich, der mit seinen Kopfball-, Fernschuss- und Defensivkünsten überall, wo er bisher war, spielentscheidende Wirkung haben konnte.

Die Schalker haben eine derart verkorkste Hinrunde gespielt, dass man mit statistischen Saisondaten kein angemessenes Bild erzeugen kann. Trotzdem haben sie immerhin 19 ihrer bisher 26 Punkte daheim geholt! Während Hoffenheim mit bislang 14 Auswärtspunkten auf fremdem Boden sozusagen dreimal gefährlicher ist. Zuletzt ergatterten die Knappen ein Remis in Köln, besiegten daheim die Hertha, holten auch in München ein vielbeachtetes Remis und verloren zuhause knapp gegen Frankfurt.

Die Partie ist also völlig offen, es steht für beide Teams viel auf dem Spiel. Nervenkitzel ist angesagt, und für unsere Mannschaft gilt es, ihr immer noch nicht ausgeschöpftes Potential noch ein Stück weiter zutage zu fördern – kein unpassendes Bild für einen Besuch auf Schalke. Dass die Partie als letzte des Spieltags über die Bühne geht, was der TSG meist nicht besonders liegt, sollte diesmal kein Problem sein. Die Konzentration wird jedenfalls nicht darunter leiden. Und deshalb, Hoffe, nochmal mehr kämpfen! Und siegen! Bringt die Kohlen nachhause!

Zur Unterstützung herangezogen wurden Informationen von:

kicker.de

Fotos:
Uwe Grün, Kraichgaufoto (http://www.kraichgaufoto.de/)

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Alexander H. Gusovius