Saisonchronik 2015/2016

Es war die erste Saison ohne Firmino – und nicht wenige meinten, sein Weggang hätte die TSG so sehr geschwächt, dass die Mannschaft sowieso zu keinen Glanzleistungen mehr fähig sein würde. Doch war das gleichbedeutend mit dem sofort einsetzenden Absturz in den Tabellenkeller?

Mindestens so auffällig wie die Lücke, die Firminos Wechsel nach Liverpool gerissen hatte, war indes ein konditionelles Defizit, das rasch taktische Defizite nach sich zog. Im Übrigen hatte auch schon in der vorhergegangenen Rückrunde, als Firmino noch im Mittelfeld wirbelte, die Leistungskurve unerbittlich nach unten gezeigt… Wie immer die Gründe genau lagen: Am zehnten Spieltag war das Ende der Trainerepoche von Markus Gisdol gekommen.

Der „Knurrer von Kerkrade“, der danach das Ruder übernahm, schloss in der kurzen Zeit, die ihm wegen seiner einsetzenden Herzprobleme vergönnt war, jedenfalls als erstes die defensiven Lücken und baute ansonsten vor allem Kondition auf – ohne aus dem Tabellenkeller loszukommen. Als Huub Stevens aus den besagten gesundheitlichen Gründen aufgeben musste, kam Julian Nagelsmann. Und was niemand mehr für möglich gehalten hätte: Der jüngste Bundesligatrainer aller Zeiten schaffte die Wende. Schritt für Schritt arbeitete sich die TSG nach vorn und sicherte sich einen Spieltag vor Schluss den Klassenerhalt. Vor allem aber geschah eines: Die TSG 1899 Hoffenheim spielte wieder Fußball, und zwar so, wie es zu ihr passt. Mit eigenen Talenten, schnell und mutig!

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Foto: Kraichgaufoto, Uwe Grün

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