Verleger übergibt erstes Buchexemplar an Dietmar Hopp

In einer Woche, am Familientag, erscheint „111 Gründe, 1899 Hoffenheim zu lieben“. Das Buch hat 248 Seiten, erscheint im Verlag „Schwarzkopf & Schwarzkopf“ und kostet 9,99 €. Vorbestellen kann man es auf www.1899.me. Dietmar Hopp hat das erste Exemplar aber schon am 24. Juli bekommen, zusammen mit Peter Rettig, unserem Leitenden Geschäftsführer.

Extra aus Berlin angereist war dafür Oliver Schwarzkopf, der Verleger – und auch der Autor des Buchs (also ich) war anwesend. Schöne 90 Minuten lang (wieviel denn sonst?!?) sind wir im Golfclub St. Leon-Rot mit Dietmar Hopp zusammengesessen und haben über das Buch und die neue Saison gesprochen, die maximale Spannung verspricht.

Vorher aber, wieder exklusiv auf dem Hoffenheimblog, ein weiterer kleiner Auszug aus dem neuen Hoffenheim-Buch, aus gegebenem Anlass über Dietmar Hopp.

  1. Grund: Weil Dietmar Hopp selbst in Florida einer von uns ist

Immer im Winter, in der kältesten, nassesten Periode, hält sich Dietmar Hopp in Florida auf und kann darum ein oder zwei Hoffenheimer Spiele zu Beginn der Rückrunde nicht live sehen. Also verfolgt er sie am Fernseher. Das allein wäre natürlich nicht sehr berichtenswert, obwohl es durchaus einen Gedanken wert sein könnte, zu erfahren, wie unser Mäzen, der nicht aus begüterten Verhältnissen stammt, es zu einem Haus in Florida gebracht hat – daneben auch zu manchem anderen – und was ihm das alles bedeutet. Aber davon soll später die Rede sein: Dietmar Hopp verdient ein eigenes, ganzes Kapitel.

Was hier zählt, ist die Zugehörigkeit zur TSG über Ländergrenzen und Kontinente hinweg. Denn um die TSG in ihrem inneren Zusammenhang zu verstehen, muss man ihre enorme Bindewirkung begreifen, die zum einen sportlich, zum anderen nordbadisch fundiert ist. Im Fall von Dietmar Hopp, der so etwas wie der Reeder des Kreuzfahrtschiffs „Hoffenheim“ ist, liegt diese doppelte Bindewirkung zwar auf der Hand, wird aber von den meisten Fußballfans in Deutschland trotzdem nicht richtig eingeschätzt.

Denn Dietmar Hopp verhält sich in Florida zwar wie jeder normale TSG-Fan, der ebenfalls am Fernseher klebt, wenn ihn die Umstände von der Rhein-Neckar-Arena fernhalten. Aber sein Haus in Florida darf man sich so komfortabel vorstellen, dass die guten Wohnverhältnisse, zumal wenn man die Siebzig überschritten hat, noch mehr Bindewirkung entfalten könnten. Und genau hier setzt der 19. Grund an und stellt richtig:

ug_0087_240715So sehr es Dietmar Hopp hundertfach zu gönnen ist, dass er seine außerordentliche Lebensleistung mit ein paar entspannenden Winterwochen in warmen Gefilden krönt, so schnell ist er auf dem Weg zurück, wenn ihn die TSG braucht. Wie unmittelbar nach der Ära Ralf Rangnick, als irritierte TSG-Fans in der Winterpause zu wissen begehrten, was es mit dem neu ausgerufenen Wandel vom ehrgeizigen Spitzenclub Marke Rangnick hin zum Ausbildungsverein auf sich habe, der durch ertragreiche Spielerverkäufe von Leistungsträgern wie Luiz Gustavo bilanzielle Aspekte in den Blick zu nehmen begann.

Dietmar Hopp kam also, als die Hoffenheimer Fan-Seele lichterloh brannte, umgehend aus Florida angeflogen, um vor fast 400 Fans zu erklären, wie jener Richtungswechsel und etliche grassierende Gerüchte einzuschätzen wären. Die Fans nahmen es dankbar auf, dass er sich ihren kritischen Fragen und Gedanken stellte und mit genauen Auskünften für Klarheit zu sorgen verstand – wie bei jedem anderen Bundesliga-Verein…

 

Fotos: Uwe Grün, Kraichgaufoto

Deine Meinung zum Artikel: