Guardiolas B-Truppe zu Gast in Sinsheim

Die Bayern ohne Robbéry – und Alaba! – sind lang nicht die Bayern der Hinrunde. Da verlieren sie schon mal daheim gegen Gladbach und igeln sich in Dortmund defensiv ein. Die Frankfurter kamen vergangenen Samstag dagegen ohne besondere Ideen unter die Räder.
Statistisch muss man sich keine großen Gedanken machen. Die Bayern sind uns, da hilft auch kein Wünsch-dir-was, in allen Belangen überlegen. Die Statistik gibt schlicht und einfach keine Lücken her, die zu berechtigten Hoffnungen auf einen Sieg für Hoffenheim Anlass geben. Und es ist auch nicht so, dass die Bayern manchmal einen schlechten Tag hätten. Sie spielen mitunter zwar nicht so gut, wie sie eigentlich können, aber schlechte Tage sehen definitiv anders aus (z.B. der letzte Sonntag in Köln für die TSG).

normal_ug075_6001_021113Was wird sich Pep Guardiola gegen Hoffenheim also einfallen lassen? Oder lässt er sich überhaupt etwas einfallen? Der Stellenwert, den Hoffenheim im Moment genießt, wird darüber entscheiden, ob die Bayern eine besondere Strategie aufbieten. Ersatzweise würden sie wohl vorhaben, sich nicht zu sehr zu verausgaben und das Spiel trotzdem sicher zu gewinnen. Wogegen auch nur schwer etwas zu unternehmen wäre.
Wenn die Bayern aber tatsächlich einen Defensivriegel legen: Dürfen wir uns dann wenigstens ein bisschen geschmeichelt fühlen? Weil sie dann Angst vor unserer Offensivpower hätten? Eher nicht, denn leider ist es so, dass Guardiola den BVB mit seiner Beton-Taktik kürzlich eher gedemütigt hat. Jedenfalls hat es bestimmt mächtig wehgetan, dass die Bayern davon ausgingen, den früher so torgefährlichen BVB mit einer stabilen Abwehr kontrollieren zu können – und recht behielten.

normal_ug054_1630_021113Vielleicht das Klopp den Rest gegeben. Und Tuchel dazu veranlasst, den HSV mit Forderungen so zu überladen, dass man ihn nicht länger wollte. Damit er dann nach Dortmund kann. So dass auf einmal Labbadia wieder Trainer in Hamburg ist. Das Trainerkarussell ist unter der Woche jedenfalls mächtig in Fahrt gekommen. So ein bisschen wie damals beim Glücksrad, nur dass nicht Maren Gilzer das Ergebnis verkündet, sondern die fast ausnahmslos heftig näselnden Damen von Sport1.
Wie auch immer, jetzt geht‘s um Hoffe… und da kann nicht mal der Gedanke, dass die Bayern ein schweres CL-Spiel gegen Porto in den Knochen haben, echte Zuversicht verbreiten. Auch nicht, dass wir gegen sie in der Vergangenheit immerhin viermal unentschieden gespielt haben. Die bayerische Übermacht ist in dieser Saison einfach zu groß, selbst wenn eine halbe B-Mannschaft antreten sollte – von denen jeder einzelne Spieler ja auch eine extreme Bereicherung des TSG-Kaders darstellen würde.

normal_ug077_6017_021113Müssen wir das Spiel deshalb abschenken? Natürlich nicht, gegen die Bayern zu spielen, bietet wenigstens immer auch die Chance, von den Bayern zu lernen. Am besten, man probiert einfach, was möglich ist, etwa in der Art von Porto… Und im Letzten weiß man ja nie. Die TSG kann viel mehr, als sie bisher gezeigt hat. Da wäre es doch schön, wenn das gleich im ersten der letzten sechs Spiele zum Tragen käme. Aber bleiben wir lieber auf dem Boden, gegen die Bayern etwas zu reißen ist einigermaßen unwahrscheinlich!

Fotos: Uwe Grün

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