Gewalt, nicht nur im Fußball

In diesen Tagen und Wochen mehren sich die Nachrichten von Gewaltbereitschaft und ausgeübter Gewalt. Die Orte und Anlässe mögen verschieden wirken, der Vorgang als solcher ist immer gleich: Leute, die ihr Erbsenhirn oder andere kleine Körperteile schlecht verwinden, spucken ganz große Töne – und werden brutal.

Es ist übrigens ziemlich egal, ob dabei von Stuttgart, Karlsruhe oder Moskau die Rede ist. Die Putins dieser Welt und ihre Vollstrecker probieren weltweit den Aufstand. Sie drohen hier, sie zündeln dort und nennen ihre Sache gerecht. Mal geht es gegen die Ukraine, mal gegen Karikaturisten, mal gegen RB Leipzig, gegen den „Kommerz“ und Ralf Rangnick, gegen jüdische Einrichtungen, gegen russische Oppositionspolitiker.

Mag sein, hier und da gelingt es den Gewalttätern sogar, zerstörerische Wirkung zu erzielen. Das ändert nichts daran, dass sie geborene Loser sind – Leute, die zu unfairen Mitteln greifen, weil sie es in fairen Auseinandersetzungen nicht schaffen, sich durchzusetzen. Dann gehen wie in Stuttgart auch schon mal 80 Feiglinge auf zwei Polizisten los.

normal_ug066_3087_081114Am Ende werden alle diese Irren die ausgeübte Gewalt teuer bezahlen, als geborene Loser betreiben sie letztlich ihren eigenen Untergang. Die Frage ist allerdings, wie teuer wir dafür bezahlen, solange wir sie nicht stoppen und ihnen die feige Maske vom Gesicht reißen.

Man sollte früh damit anfangen. Die Welt hat keinen Platz mehr für mittelalterliche Desperados, der Fußball ist schon ewig kein Ort mehr für Fanhass und Prügelkultur. In den Stadien tummeln sich fröhliche, friedliche Leute, die ihre Mannschaft gewinnen sehen wollen, aber keinen Wert darauf legen, wegen Niederlagen am Sinn ihres eigenen Lebens zu zweifeln. Echte Fans sind heutzutage völlig zurechnungsfähig!

Das ganze Gequatsche von Kommerzclubs, die den authentischen Fußball verderben, ist so hirnleer wie Putins Geraune von der heiligen russischen Erde oder von der angeblichen Homosexualisierung der gesunden russischen Seele durch den Westen. Der kleine Mann aus dem Kreml will nicht sehen, dass die Welt auf einem anderen Niveau angekommen ist und die Menschen selber bestimmen, was für sie gut ist.

Und die Fußball-Radikalen wollen nicht begreifen, dass es Loser wie sie im modernen Fußball nicht braucht. Dann muss man es ihnen eben begreifbar machen und ihnen Stadionverbote erteilen. Der Fußball kommt wunderbar ohne sie aus.

Fotografie Uwe Grün, Kraichgaufoto

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