Schalalalala auf Schalke?

Schalke ist nicht gut drauf. Denn Schalke hat das Derby gegen den BVB deutlich verloren. Davor gab’s daheim nur ein 1:1 gegen Bremen, nochmal davor eine knappe Niederlage in Frankfurt. Und im Pokal hat Schalke schon lange spielfrei, nachdem Dynamo Dresden die Knappen bereits im Sommer 2014 ausgeschaltet hatte – genau, Dortmunds Gegner, gegen den der BVB jetzt ins Pokal-Viertelfinale eingezogen ist, ausgerechnet… Das alles liest sich auf Schalker Deutsch ungefähr so: Arrrgh!

normal_ug150_0308_041014Und bewirkt entweder, dass Schalke am Samstag auf dem Servierteller liegt oder wild entschlossen ist, das Ruder herumzureißen. Wobei die Schalker wenig Zutrauen aus vergangenen Duellen ziehen können. Die Bilanz gegen Hoffenheim fällt nämlich eher dürftig aus. In bislang 14 Begegnungen ging die TSG sechsmal als Sieger vom Platz, Schalke nur viermal, bei vier Unentschieden. Sollte Schalke erneut verlieren, dürften in Gelsenkirchen also die Wände wackeln. Dass es gleich so weit käme wie nach der letzten Partie, als im Anschluss an die Schalker Niederlage in Sinsheim Trainer Keller beurlaubt wurde, ist allerdings nicht zu erwarten.

normal_ug140_0210_041014Trotzdem – für Schalke steht viel, sehr viel auf dem Spiel, und Hoffenheim würde im Falle eines Siegs in der Tabelle sogar über den Knappen rangieren. Die statistischen Werte weisen beide Teams jedoch als relativ gleichgewichtet aus, außer dass Schalke weniger zweikampforientiert ist als Hoffenheim und generell eher defensiv denkt, so dass die Knappen deutlich weniger Eckbälle und häufigere Abseitsstellung verzeichnen.

normal_ug092_3015_041014Die Tagesform wird ausschlaggebend sein. Oder es wird das „Momentum“, wie man seit einiger Zeit gern sagt, über Sieg oder Niederlage oder Remis entscheiden. Übersetzt bedeutet das ungefähr, dass derjenige gewinnt, der in den wichtigsten Augenblicken kühlen Kopf bewahrt und heiß zu handeln versteht.

normal_ug098_3052_041014Möglich ist aber auch, dass Schalke Kraft daraus zieht, mit dem Rücken zur Wand zu stehen. Die hoch dotierte Truppe ist jederzeit in der Lage, Spitzenfußball abzurufen. Mit der nötigen Dosis Wut im Bauch allemal. Hoffenheim selbst kommt dagegen relativ gesättigt angereist, ohne in den letzten erfolgreichen Spielen vollends überzeugt zu haben. Man spürt aber, dass die Mannschaft wieder etwas „will“ und sich nicht in Niederlagen fügt.

normal_ug167_0018_041014Die angeschlagenen Knappen sind ein idealer Gegner, um herauszufinden, wie weit der Wille schon reicht. Unschlagbar sind sie jedenfalls nicht. Man kann sich von ihnen aber auch überrollen lassen. Es ist unklar, ob überhaupt jemand (und wenn, dann wer) am Samstag singen darf: „Schalalalala – so sehen Sieger aus…“ Hoffentlich Hoffe!

Fotos: Uwe Grün

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Alexander H. Gusovius